Aufregende Zeiten in Guwahati
Kategorie: Childaid Network, PressemitteilungVON: STEPHAN BRAUBACH
Seit einer Woche trainiert das Waldoni-Team mit den Snehalaya- Kindern in Guwahati Akrobatik und Artistik. Hier sind ein paar Bilder und Eindrücke:


Wir wurden mit offenen Armen empfangen. Am Anfang haben wir die unterschiedlichen Heime besucht. Die kleinen Empfänge mit Tanz und Gesang in den Mädchenheimen waren großartig. Manche der Mädchen sind wirklich tolle Tänzerinnen. Die Kleinen waren begeistert von Leas und Carolas kurzen Aufführungen, die für den Workshop werben und den Kindern Anreiz geben sollten, selbst das Jonglieren, etwas Artistik und Einradfahren zu lernen.
Wir nutzten die ersten Tage, um Einkäufe zur Vorbereitung zu erledigen. Es mussten alle Teile zum Bau eines Trapezes, bzw. (Bambuskonstruktion) und Schweißer aufgesucht werden. Auf einem an die Don Bosco Schule im Stadtzentrum grenzenden Bau wurden wir fündig. Dort fanden wir zusammen mit Amrit für fast all unsere Belange eine Lösung. Es wurden Bretter zusammengenagelt, Rohre geschnitten, das Trapez zusammengeschweisst. Auf dem Markt in der Innenstadt wurden wir nach gefühlten 5 Kilometern Marsch von Shop zu Shop ebenfalls fündig. Samen zum Jonglierbällebauen mit Luftballons, ein geeignetes Seil für das Trapez, sowie ein 16 Meter langes Tuch.
Vom ersten Tag des Trainings mit den insgesamt mehr als 40 Kindern ist der Hof des Dhirenpara Snehalaya dieeee Nachbarschaftsattraktion. Von allen Seiten schauen Kinder der muslimisch geprägten, größten Teils sehr armen Nachbarschaft, gebannt über die Zäune des Hofes. Bauarbeiter räumen Stühle heran und schauen gespannt auf das wilde, lustige Treiben der Trainingsgruppen.
Aus 4 Heimen beginnen interessierte und talentierte Jungen und Mädchen nach der Schule auf dem Gelände des Dhirenpara Snehalaya zu trainieren.
Fast eine ganze Woche lang begleiten auch 7 Dorfschullehrer aus dem 5 Autostunden entfernten Kokrajhar das tägliche Training. Diese werden von Jan und David am Morgen speziell geschult, um das vermittelte Programm auch an anderen Ortes kompetent weitergeben zu können und somit als Multiplikatoren zu wirken.
Angefangen bei Fr. Lukas Marak, über Bruder Jeremias, der als Betreuer für die Kinder arbeitet, bis hin zu den Sekretärinnen möchte jeder etwas Artistik lernen.
Carola und David liegt seit Beginn der Woche ein Junge aus der Gegend besonders am Herzen. Der 18 jährige Suresh, ist nach 3 Tagen intensivem morgendlichen Training kurz davor das Einradfahren zu beherrschen. Man könnte denken, dass dies für ihn mit nur einem Arm eine schier unlösbare Herausforderung ist. Nicht für Suresh, der seit Tagen vor Selbstvertrauen und Lebensfreude strotzt.


