30.05.07 13:12 Alter: 5 yrs

Königsteiner Salon hilft Kindern

Kategorie: Childaid Network, Königsteiner Salon, Medienbericht

VON: TAUNUSZEITUNG, CHRISTIANE GENSRICH

Königstein. Viel Gastfreundschaft hat Dr. Martin Kasper auf seinen Reisen erlebt, aber auch viel Armut. Vor allem das Schicksal von Kindern, die nicht einmal die Chance haben, in die Schule zu gehen, hat ihn berührt. So hat der 48 Jahre alte Königsteiner beschlossen, zusammen mit seiner Frau Dr. Brigitta Cladders (46), ein Kinderhilfswerk zu gründen, Jetzt stellt er seine gemeinnützige Stiftung Childaid Network vor.

Rund 80 Fachleute aus Medien, Entwicklungszusammenarbeit, Wissenschaft, Politik, Kirche und Wirtschaft waren dazu in die Opel-Zoo-Lodge gekommen. Es war eine Verantstaltung des ebenfalls von Kasper gegründeten Königsteiner Salons, ein gemeinnütziger Verein, der einen Informationsaustausch über die Entwicklungshilfe in Gang setzen möchte. Kasper: „Wir wollen die besten Köpfe zum Wohle der Kinder zusammenbringen. Unser Ziel ist zu sehen, welche Konzept gut funktionieren.“ Denn in der Entwicklungshilfe seien in der Vergangenheit auch Fehler gemacht worden, die teilweise sogar schädlich gewesen seien. Und die dürfe man nicht wiederholen.

Unter anderem waren Vertreter der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit und der Don Bosco Mission unter den Gästen. Denn mit letzterer arbeitet Childaid Network bereits zusammen, in Nordostindien. „Dort, am Fuß der Himalaya, gibt es keine Dorflehrer“, berichtet Kasper. Die Kinder hätten keinerlei Chance auf Schulbildung. Aber das will er mit Hilfe des Salesianer-Ordens ändern. „Die Salesianer Don Boscos sind erfahren in der Ausbildnug von Lehrern und anerkannt für ihren Erfolg bei der Förderung benachteiligter Kinder und Jugendlicher“, berichtet er. Ein weiteres Projekt seiner Stiftung hilft Straßenkindern in der indischen Millionenstadt Guwahati im Bundesstaat Assam. 100 000 Euro sind bereits dorthin geflossen.

Referent des Abends war Dr. Dietrich Garlichs, Deutschland-Geschäftsführer des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen Unicef. Er sprach über die Bedeutung der Grundschulbildung (siehe nebenstehender Bericht). Die Stiftung Childaid Network gibt es seit April. Das Stiftungskapital von 500 000 Euro stammt aus dem Privatvermögen des Stifter-Ehepaars Cladders-Kasper. Hinzu kommen weitere 500 000 Euro, die Mitglieder beigesteuert haben. Kasper ist Vorsitzender des Stiftungsvorstandes. Stiftungssitz ist Königstein.

Der Königsteiner Salon besteht bereits seit vorigem Dezember. Drittes Standbein des Entwicklungshilfe-Netzwerks wird die gemeinnützige Aid Auction GmbH, die sich noch in der Gründungsphase befindet. „Diese Gesellschaft wird Sachspenden sammeln und im Internet verkaufen. Das Geld soll für die Stiftung verwendet werden“, erklärt Kasper. Bis August vorigen Jahres hat der gelernte Wirtschaftsingenieur, der in Berkley (Californien) über Logistik promovierte, als Managing Partner für den Industriebereich bei Accenture in Kronberg gearbeitet. Seit September ist er Gesellschafter und nicht mehr im operativen Geschäft tätig. Seine Frau ist Literaturwissenschaftlerin. Das Ehepaar, das Kindern in aller Welt zu besseren Chancen verhelfen möchte, hat selbst drei Kinder. Der Sohn ist acht Jahre alt, die beiden Töchter zählen sechs und vier Jahre.

Kasper betont: „Spenden werden zu 100 Prozent an die Projekte weitergeleitet. Die Arbeit für die Stiftung ist ehrenamtlich.“ Das Stiftungs-Team besteht derzeit aus etwa 50 Aktiven. Informationen gibt es bei Dr. Martin Kasper unter der Telefonnummer (06174) 259 7939, Fax 2597940, E-Mail info@childaid.net, Internet http://www.childaid.net. Die Stiftung hat zwei Spendenkonten: Commerzbank Frankfurt, Nummer 3755055, Bankleitzahl 500 400 00 und DZ Bank Frankfurt, Nummer 70 80 90, Bankleitzahl 500 604 00. Spendenbescheinigungen werden verschickt.


Dateien: 2007-05-30-Koenigsteiner_Salon_hilft_Kindern.pdf