19.11.09 10:56 Alter: 2 yrs

Familienportal portraitiert Childaid Network

Kategorie: Childaid Network, Königsteiner Salon, Medienbericht

VON: EVA TIEDKE-TRIMBORN

Das Familienportal im Taunus4Family stellt aktuell die Arbeit der Stiftung Childaid Network für Kinder vor.

Childaid Network - Der Mensch hinter dem Projekt

Liebe Leser(innen),

 

Childaid Network - eine Stiftung zur Förderung von bedürftigen Kindern und Jugendlichen. Dr. Martin Kasper - der Gründer von Childaid, hat in seinem Leben beruflich viel Erfolg und Glück gehabt und dabei mehr Geld verdient als er persönlich für sich und seine Familie ausgeben möchte. Heute sitzt er am heimischen Schreibtisch und koordiniert seine eindrucksvollen Projekte mit voller Kraft sowie persönlichen und finanziellem Engagement. Er geht dabei auch ungewöhnliche Wege, um Spenden für seine Vision zu sammeln....

 

Im Rahmen der Millennium-Ziele im Jahre 2000 haben alle Regierungschefs der Welt das Menschenrecht auf eine gute Grundausbildung bekräftigt. Bessere Bildung erhöht das Familieneinkommen, senkt die Geburtenraten und lässt die Lebenserwartung steigen. Bildung ist die beste Investition und eine wirksame Waffe gegen Armut und Krankheit.

 

Doch die Realität heute sieht anders aus. Mehr als 200 Millionen Menschen im schulpflichtigen Alter besuchen nach wie vor keinen Unterricht. Was die Politik vielerorts nicht zu lösen vermag, versuchen unzählige Hilfsorganisationen, von Caritas bis zu Terres des Homes, zu erreichen: Hilfe für die Ärmsten der Armen.

Der Königsteiner Bürger Dr. Martin Kasper hat mit der Gründung von Childaid Network den Grundstein für seine Mission und das Ziel gelegt, benachteiligten Kindern und Jugendlichen zu helfen. Als gelernter Wirtschaftsingenieur war er, neben mehreren leitenden Funktionen in der Wirtschaft, zuletzt bis 2006 als Managing Partner bei Accenture in Kronberg tätig. Dr. Kasper ist mit der Literaturwissenschaftlerin Frau Dr. Brigitta Cladders verheiratet. Sie haben zusammen 3 Kinder.

 

Die Wurzeln für seine Stiftungs-Idee liegen zum einen in seiner Herkunft. Dr. Kasper ist in einer Großfamilie mit fünf Geschwistern aufgewachsen und hat schon in frühester Jungend gelernt, Verantwortung für andere zu übernehmen. Während seines Zivildienstes in Darmstadt kümmerte er sich um die Integration von ausländischen Jugendlichen. Später in den 70er Jahren haben ihn seine Reisen als Student nach Afrika, auf die Philippinen, nach Indien und anderen Zielen geführt. Es waren immer sehr individuelle Reisen auf nicht ausgetretenen Pfaden. Reisen auf denen er mit Armut, Krankheit und Zuständen konfrontiert war, die wir uns hier kaum vorstellen können. Dort hatte er auch zwei Schlüsselerlebnisse, die ihn geprägt haben und wohl mit ein Grund für sein Engagement sind. Er begegnete einer hochschwangeren Frau, die ihr Kind während der Monsunzeit auf den Philippinen zur Welt bringen würde und bereits vor der Geburt wusste, dass dieses Kind auf keinen Fall überleben wird. Er traf einen Mann, der seinen erwachsenen Sohn auf dem Rücken den Berg hinauftrug. Sie waren auf dem Weg ins Krankenhaus, wo das gebrochene Bein des Sohnes behandelt werden sollte, was nicht heilen wollte. Von den miserablen Zuständen in diesem Krankenhaus konnte sich Dr. Kasper später ungewollt selbst überzeugen. Nur waren diese Geschichten und persönlichen Begegnungen leider keine Einzelfälle.

 

Die Idee, zu helfen, entstand somit nach und nach und hatte ihren Ursprung in Herkunft und Erlebnissen. Sie ist auch als Konsequenz aus der Mitgliedschaft und ehrenamtlichen Tätigkeiten im Lions Club bzw. der Global Marshall Plan Initiative zu sehen. Die Kontakte über den Lions Club sowie seine selbstgeschaffenen Netzwerke über den Königsteiner Salon machten es möglich, die besten Köpfe aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Kirche und Verbänden von seiner Idee zu begeistern und auf seine Seite zu ziehen. Mit dem Börsengang von Accenture in 2001 erreichte Dr. Kasper die finanzielle Unabhängigkeit. Diese machte leichter, seinen Plan strukturiert und konzeptionell in die Tat umzusetzen. Seine mehr als 20jährige Berufserfahrung in führenden Managementpositionen hat ihm dabei ebenso geholfen, wie auch seine Frau, die sein Engagement in Childaid unterstützt.

 

Die Entscheidung, Kinder und Jugendlichen in den entlegenen, schwer zugänglichen Bergregionen Nordostindiens zu unterstützen und nicht etwa in Afrika, Afghanistan oder anders wo, liegt in seiner Affinität zu Indien begründet. Dr. Kasper hat zum Einen zusammengerechnet insgesamt rd. 1 Jahr in diesem Land verbracht sowie aus seiner Zeit in Berkeley (Promotion 1983) noch viele gute Kontakte zu indischen Studienkollegen. Zum anderen liegt es daran, dass Childaid Network die enge Partnerschaft der Menschen vor Ort und die Zusammenarbeit mit zuverlässigen, erfahrenen und korupptionsfreien Hilfsorganisationen in den Zielländern gesucht hat. Gefunden hat er die Partner in Indien. Der Austausch mit den Menschen dort verringerte Fehler, reduzierte den Aufwand und erhöhte die Wirksamkeit der Projekte. Auch aus Fehlern anderer Hilfsorganisationen hat er lernen können.

In den Bergen der Region Nordostindiens stirbt noch fast jedes zweite Kind, bevor es seinen fünften Geburtstag erlebt. Es gibt dort kaum ärztliche Versorgung. Die Kinder gehen aufgrund fehlender Schulbildung der Eltern, Schulgebühren, langem Schulweg oder schlechtem Unterricht nicht zur Schule. Sie müssen auf den Feldern, als Haushaltssklaven oder Schlimmeres arbeiten

 

Der Schwerpunkt der Entwicklungshilfe von Childaid Network liegt auf dem Thema „Bildung und Ausbildung“. Zusammen mit Partnern, wie z. B. der Salesianer-Orden oder dem Nepalprojekt „Kinder von Bhandar e.V.“ der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, nutzt Childaid Network die vorhandenen Netzwerke zum Wohle der Kinder. Die Hilfe gilt derzeit u.a. einem Straßenkinderprojekt in Guwahati. Mehrere hundert Kinder werden regelmäßig aufgesammelt, per Bus in die Schule gebracht und versorgt. In Kooperation mit indischen Hilfsorganisationen unterhält Childaid Network mehrere Waisenhäuser, in denen den Kinder Essen, med. Versorgung und Unterricht geboten wird. Darüber hinaus fördert Childaid Network inzwischen fast 200 Schulen verschiedener Modelle. Diese gehen von Kindergärten und Vorschulen für die Stammeskinder in den Hügel des Himalajas, Grundschulen für Flüchtlinge im Westen des Bundesstaates Assam bis zu Lehrerpatenschaften für Abendschulen für junge Erwachsene. Hier werden in Zusammenarbeit mit den Dorfältesten geeignete Personen ausgesucht, die von den Salesianer-Brüdern ausgebildet werden und dann wieder in ihre Dörfer zurückkehren. Dort unterrichten sie z.Zt. fast 6000 Jugendliche in Abendschulen, die bisher keine Grundschulausbildung hatten. Ziel ist es, eine ganzheitliche Bildung zu vermitteln. So werden neben Lesen, Schreiben und Rechnen auch Wissen zu Hygiene, med. Versorgung und verbesserten landwirtschaftlichen Methoden gelehrt. „Strukturelle Hilfe statt Almosen“, Hilfe die ankommt.

 

In einem 20-Jahres-Plan unterstützt Dr. Martin Kasper die Vision des Kinderrechtler Lukose Cheruvalel, die Millionenstadt Guwahati zu einer kinderfreundlichen Stadt zu machen. Wenn wir uns die Ergebnisse der bisherigen Arbeit anschauen, so ist er auf dem besten Weg. Gut konzipierte Projekte haben mit hohem eigenen Einsatz und der Abdeckung der gesamten Verwaltungskosten über die eigene Stiftung zu deutlichen Verbesserungen in der Region geführt.

 

Vielleicht konnten wir Ihr Interesse an dem ehrgeizigem Projekt von Childaid Network wecken? Die Stiftung benötigt fortwährend Unterstützung durch ehrenamtliche Mithilfe und Spenden für die Projekte.

 

Mehr Info unter www.childaid.net

 

Spendenkonto: Commerzbank Frankfurt, BLZ 50040000, Konto Nr. 37 55 0 55

 


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