05.11.09 23:37 Alter: 5 yrs

Zirkus zum Mitmachen

Kategorie: Childaid Network, Medienbericht

Die Frankfurter Neue Presse berichtet über den großen Erfolg des Kinderfestes von Childaid Network.


Akrobat schön und lehrreich

 

Frankfurter Neue Presse, 05.11.2009

Na also, geht doch – der kleine Noah versuchte sich beim Kinderfest mit Erfolg bei der Jonglage. Foto: ksp

Der Mitmach-Zirkus für Kinder war die Attraktion beim Kinderfest der Königsteiner Hilfsorganisation Childaid Network. Mit dem Fest endete zugleich die Aktionswoche zu Gunsten der Straßenkinder in Nordostindien.

 

Königstein. Lars (10) steht im roten Manegenrund und hat den Dreh schnell raus: Auf dem dünnen Stab dreht er den immer schneller rotierenden blauen Plastikteller. «So ist es genau richtig», lobt Jonglage-Experte Toni Bauhofer: «Nur das Handgelenk bewegt sich. Den Arm muss man still halten.» Gleich neben Lars testet die fünfjährige Elenor mit ihrem Vater Hans Arold ein Diabolo aus. Marie (8) übt sich im Balancehalten und tippelt vorsichtig auf einem großen roten Ball. Wilko Schütz hält sie an der Hand.

 

Schütz und Bauhofer gehören zur Truppe des Zirkus Waldoni. Die Akrobaten, Jongleure und Balancekünstler haben ihre großen Truhen mit Zirkusutensilien ausgepackt und die Kurhauspassage in eine Manege zum Mitmachen verwandelt. Franziska Focken und Christian Braubach, beide Oberstufenschüler des Taunusgymnasiums, stehen derweil an einem Stand und backen Waffeln für den guten Zweck. Die Schüler gehören zum 15-köpfigen Helferteams des Kinderfests. «Wir sind dabei, für Childaid Aktionen an unserer Schule zu organisieren», erklärt Franziska Focken (18).

 

Die Aktionswoche von Childaid wartete mit insgesamt 25 Veranstaltungen auf (wir berichteten). Das Kinderfest war dazu gedacht, Spaß und Freude mit dem Vermitteln von Information über die Arbeit der Organisation zu verbinden.

 

Das Hilfswerk – gegründet durch das Königsteiner Ehepaar Dr. Martin Kasper und Dr. Brigitta Cladders – engagiert sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche im Nordosten Indiens. «Wir engagieren uns für die Bereiche Bildung, Ausbildung und bekämpfen die Armut von Kindern», so Kasper. Dass das den Kindern auch Freude bereiten muss, dessen sind sich die Macher von Childaid durchaus bewusst. Und deshalb planen sie auch, eine Abordnung des Zirkus Waldoni nach Guwahati zu schicken, um dort mit den Mädchen und Jungen spielerisch auch an der Ausbildung ihres Selbstbewusstseins zu arbeiten.

 

David Lanza, einer der Artisten des Zirkus Waldoni, erläutert, was hinter den Kunststücken aus pädagogischer Sicht steht. «Bei Balance-Kunststücken geht es darum, die innere Mitte zu finden. Bei der Akrobatik kommt es auf gegenseitiges Vertrauen an, Jonglage schult die Konzentration. Außerdem lernt man, im richtigen Moment loszulassen.»

 

Mit der Reaktion der Königsteiner auf das Kinderfest war der Initiator sehr zufrieden. «Innerhalb der ersten Stunde waren sicher schon um die 70 Kinder mit ihren Eltern hier, haben Zirkusluft geschnuppert oder die Spielstationen, die wir noch aufgebaut haben, ausgiebig genutzt», so Kasper. Stefan Krasz, der mit seinen Söhnen Lewis und Jack die Kunststücke ausprobierte, war von der Aktion begeistert. «Hier ist richtig was los, das ist schön», lobte der Vater und fügte hinzu: «Ich unterstütze Childaid gerne und habe auch schon gespendet.»