Bildung ist Zukunft: Aktionswoche für die Kinder in Guwahati ist angelaufen
Kategorie: Childaid Network, Medienbericht, PressemitteilungVON: TINA TONSEN
Die Taunuszeitung berichtet ausführlich über die umfangreichen Aktiviäten der Stiftung Childaid Network in der Aktionswoche 'Bildung ist Zukunft'

Sieben Tage im Zeichen der Hilfe – mit dieser Aktion will die Königsteiner Hilfsorganisation Childaid um Unterstützung für indische Straßenkinder werben.
Königstein. Pater Lukose Cheruvalel aus der indischen Millionenstadt Guwahati hat sein Leben der Hilfe für benachteiligte Kinder gewidmet. Vor fast zehn Jahren ist er mit acht Straßenjungen in eine kleine Hütte gezogen, um für sie eine bessere Zukunft zu schaffen. Aus diesen kleinen Anfängen ist inzwischen etwas Großes geworden, das das Leben von tausenden Kindern verändert hat. Diese Woche besucht der Gottesmann Königstein, um die Aktionswoche der Stiftung Childaid Network «Bildung ist Zukunft» zu begleiten und an zahlreichen Stellen über sein Wirken zu berichten.
Am Wochenende war der Geistliche vom Orden der Salesianer bereits im Gottesdienst der St.-Marien-Kirche zu Gast, um dort darüber zu erzählen, wie ihn Mutter Theresa in einem Gespräch ermutigt hatte, die Arbeit mit verwahrlosten Straßenkindern aufzunehmen.
Inzwischen leben mehr als 200 Jungen und Mädchen zwischen vier und acht Jahren in fünf neuen Waisenhäusern. Hier haben sie nicht nur ein Dach über dem Kopf, sie erhalten auch Essen, Kleidung, medizinische Versorgung und vor allem einen Zugang zur Bildung und damit die Chance auf eine bessere Zukunft. «Pater Lukoses Organisation wirkt inzwischen aber nicht nur für die Waisenkinder. Er hat auch über 250 Kinder, die er auf der Straße aufgelesen hat, wieder mit ihren Familien zusammengeführt», berichtete Childaid-Begründer und Leiter Dr. Martin Kasper gestern anlässlich einer Pressekonferenz im Königsteiner Rathaus.
Mahlzeiten für Slumkinder
«Außerdem betreuen wir einige hundert Slumkinder in Guwahati, die regelmäßige Mahlzeiten und vor allem Unterricht erhalten», ergänzte Pater Lukose. Ziel sei es, mit vielen anderen Organisationen in der Stadt ein Netzwerk und Strukturen aufzubauen, um möglichst vielen der unzähligen Kinder in Guwahati, die nicht zur Schule gehen, durch Brückenkurse und politische Lobbyarbeit Zugang zur Grundbildung zu ermöglichen.
Bildung als Instrument gegen Armut und Krankheit und als Grundausstattung für ein würdevolles Leben – das möchte die Königsteiner Stiftung Childaid Network unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) in ihrer Aktionswoche auf vielfältige Weise und in mehreren Veranstaltungen thematisieren. Am Mittwoch um 15.30 Uhr wird Pater Lukose in der Stadtbibliothek von seiner persönlichen Berufung zum Leben für benachteiligte Kinder und von der Lebenssituation der Kinder in Assam berichten. Dazu begleitend werden ein packender Film und anschauliche Bilder gezeigt. Die Veranstaltung richtet sich nicht zuletzt an Kinder und Jugendliche der Kurstadt.
Am gleichen Tag wird um 18 Uhr der «Königsteiner Salon» in der Lodge im Opel-Zoo das Menschenrecht Bildung fokussieren. Anhand konkreter Fallstudien wird diskutiert, wie das Millenniumsziel einer qualifizierten Grundbildung für alle Kinder realisiert werden kann.
Am Samstag beginnt um 10 Uhr in der Königsteiner Fußgängerzone ein Kinderfest. Bei Spielen, Wettbewerben und Vorführungen können die Besucher nicht nur viel Spaß haben, sondern zugleich auch Wissenswertes über die Situation von Kindern in Not erfahren. Auch eine Zirkustruppe wirkt mit und am Glücksrad locken wertvolle Preise.
Ebenfalls am Samstag wird für 16 Uhr im Glashüttener Bürgerhaus zu einem bunten Nachmittag im Zeichen der Hilfe eingeladen. Die neunjährige Anna Ramsay erzählt von ihren Erlebnissen, die sie bei der Besteigung des über 4000 Meter hohen, afrikanischen Mount Toubkal gemacht und mit dieser Aktion über 120 000 Euro für Straßenkinder gesammelt hat.


